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Brendels Fantasie (2009)
»Fast beneide ich diesen Höller! Ja, er ist krank,
ja, er ist verrückt, aber welche Leidenschaft treibt ihn!
Nur wer brennt, lebt.« Elke Heidenreich
Weil
er bald sterben wird, will Höller endlich seinen größten
Traum verwirklichen. Also lässt er sein Leben an der
Seite einer Staranwältin hinter sich, verkauft seine
Fabrik und bricht in die Toskana auf. Hier soll Alfred Brendel
für ihn die endgültige Interpretation von Schuberts
»Wandererfantasie« spielen...
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Bienenkrieg (2008)
Das Leben des Musikkritikers Haim gerät aus den Fugen,
als er einen Gehörsturz erleidet. Die Welt versinkt im
Bienensurren, das seinen Kopf erfüllt. Er musss seinen
Alltag neu gestalten, auch deshalb, weil er, der Querulant
und Querdenker, wegen seines Handicaps aus der Kulturredaktion
in den Lokalteil der Zeitung abgeschoben werden soll. Um dem
zu entkommen, nimmt Haim eine Stelle als "Gesellschaftsdame"
zweier verbitterter Schwestern an. Mit ihnen taucht er in
eine absurde Welt aus Lebenslügen und enttäuschten
Hoffnungen ein.
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Piazza. Trieste (2006)
Angesiedelt in Triest, einem traditionellen Schnittpunkt
europäischer Kulturen, erzählt Piazza. Trieste
von den aussichtslosen Versuchen Reinhard Kordas, sich der übermächtigen
Mutter zu entziehen. Diese stürzen ihn jedoch nur tiefer
in die Abhängigkeit und finden ihr sprachliches Finale
in einem Brief an die Mutter. Der Historiker Korda erlebt Geschichte,
Kunst und Politik aus mehreren Jahrhunderten durch den Kontakt
zu mitunter irreal anmutenden Figuren, die von einer Karikatur
Maria Theresias über Erzherzog Maximilian bis Umberto Saba
und Claudio Magris reichen.
Direktlink zu Piazza. Trieste: Wieser
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Die
Mosaike von Ravenna (2005)
Die Mosaike von Ravenna versammelt Essays,
in deren Zentrum das Lesen und das Reisen stehen und die
Erfahrungen, die sich nach ihnen einstellen. Texte, die
sich mit Literatur, Film, Fotografie und Politik auseinandersetzen,
deren Bewegung immer wieder an den Ausgangspunkt ihrer Reise
zurückführt: in die Texte. Zum eigenen Schreiben
wie zu dem europäischer Autoren. So rekurrieren die
Essays unter anderem auf die Werke Andrea De Carlos, Antonio
Tabucchis, Daniele Del Giudices, Stefano Bennis, Roberto
Bazlens, Wolfgang Bauers und Ismail Kadares.
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Flusswinter
(2004)
Seit der großen Veränderung ist auch die
Landschaft eine andere geworden. Hat ihr Gesicht gewechselt.
Wie ein Schauspieler. Der Landstrich am Fluss, früher
die fruchtbare Au und geschützt, entvölkert sich
von Woche zu Woche mehr. Ohne Aufsehen verschwinden Menschen.
Bleiben untergetaucht ohne Nachricht für die Zurückgebliebenen.
Und schüren die Vermutungen...
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Lügenfeuer
(1994)
„Bei der Vorstellung, ein Bekannter könnte ihn
mit dem weißen Pudel der Hofrätin sehen, beschleunigte
Robert seine Schritte. Der Pudel, erfreut über das erhöhte
Tempo, hopst ein paar Zwischenschritte. Wie ein betrunkener
Walzertänzer.“
Robert
hätte Erzbischof werden sollen, hat es aber nur zum Betreuer
des topmodisch coiffierten Pudels der Hofrätin gebracht.
Ganz offensichtlich ist er ein Versager. Bösartig, grotesk
und unterhaltsam ist dieser Blick auf die österreichische
Mentalität.
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Abland
(1991)
Georg Landauer ist Student der Musikwissenschaft
und der Volkskunde. Alles in seinem Leben ist zum Stillstand
gekommen: seine Arbeiten über „Krüppelfingerlings“
Kinderszenen und über Totengebräuche unter besonderer
Berücksichtigung der Totenverstümmelungen ruhen,
seine Kontakte zur Außenwelt sind reduziert auf Gespräche
mit der Zimmerwirtin und Phantasien über seine...
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Satz
für ein Klangauge (1987)
Der Ich-Erzähler, ein alternder Klavierlehrer, lebt
in einer abbruchreifen Villa, die er als Privatkonservatorium
zur Ausbildung von Pianisten führt. zunehmend gerät
er in Isolation, an den Rand des Wahnsinns und verbarrikadiert
sich gegen seine Umwelt. Er führt imaginäre Gespräche
mit nicht vorhandenen Schülern...
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Geträumte
Tage (1985)
"Das gehörte für Karner zum Schlimmsten:
im Lesesaal der Universitätsbibliothek zu sitzen und
zu erkennen, wie die mit Büchern vollgestopften Regale
sich die Wände hoch bis zur Glasskuppel türmten."
Wie im Traum registriert Karner den Verlust jener Bindungen,
für die er gelebt zu haben glaubt: die Frau, seine
Studien, die Menschen im Café, die sich längst
in die Verweigerung geflüchtet haben. Was bleibt, ist
die Hoffnung, aus seiner Gebrochenheit in die Absicht zurückzufinden...
Günther Freitag erzählt und erfindet, die Geschichte
sperrt sich und wird gebrochen: GETRÄUMTE TAGE, die
Platz lassen, neue Zugänge schaffen, aufmerksam machen.
Es ist etwas anzufangen mit der Wirklichkeit in den Zwischenräumen
der Wahrheit.“
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Kopfmusik
(1984)
"Das Unwirkliche schreibend klären", so betitelt
Lucas Cejpek in der Grazer Neuen Zeit seine Besprechung der
Prosatexte Günther Freitags. Das Unwirkliche ist in ihnen
das Alltägliche, das nur eine unfassbare Realität
hervorzubringen vermag. Das Scheitern des Menschen an selbstgewählten
Aufgaben -dargestellt in einer musikalisch strukturierten
Sprache- erscheint als Gerücht...
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