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"Das gehörte für Karner zum
Schlimmsten: im Lesesaal der Universitätsbibliothek zu
sitzen und zu erkennen, wie die mit Büchern vollgestopften
Regale sich die Wände hoch bis zur Glasskuppel türmten."
Wie im Traum registriert Karner den Verlust jener Bindungen,
für die er gelebt zu haben glaubt: die Frau, seine Studien,
die Menschen im Café, die sich längst in die Verweigerung
geflüchtet haben. Was bleibt, ist die Hoffnung, aus seiner
Gebrochenheit in die Absicht zurückzufinden... Günther
Freitag erzählt und erfindet, die Geschichte sperrt sich
und wird gebrochen: Geträumte Tage, die Platz lassen, neue
Zugänge schaffen, aufmerksam machen. Es ist etwas anzufangen
mit der Wirklichkeit in den Zwischenräumen der Wahrheit.“

Bläschke Verlag