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Günther Freitag vereint in seinem jüngsten Roman
„Bienenkrieg“ eine ebenso poetische wie anschauliche
Schilderung, wie es jemandem ergeht, der von einem Tag auf
den anderen sein Gehör verliert, mit seinem Hang zu
skurrilen Figuren und obskuren Lebenswegen. Und so bietet
„Bienenkrieg“ ein genussvolles Leseerlebnis,
das zum Nachdenken genauso verführt wie zum Schmunzeln.
Barbara Belic, ORF |
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Leoben Prompt
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Gehörloser Musikkritiker bewirbt sich als Anstandsdame
Mittwoch Abend las Günther Freitag im MuseumsCenter
Leoben vor zahlreichem Publikum aus seinem neuen Buch
mit dem Titel „Bienenkrieg”. Haim, die Hauptfigur,
leidet unter einem Gehörsturz und muss deshalb ein
Hörgerät tragen. Was den Protagonisten doppelt
hart trifft, denn er war Musikkritiker für Zeitungen.
War deshalb, weil er aufgrund seines Handicaps zum Lokalreporter
in der Redaktion, in der er arbeitet, degradiert wurde.
Im weiteren Verlauf gestattet der Autor Haims Leben zu
beobachten. Er bewirbt sich etwa bei einem Hutfabrikanten
als Anstandsdame. Seine Aufgabe wäre es, sich um
die beiden Schwestern des Arbeitgebers, die er liebevoll
Fußbeschwerer nennt, zu kümmern. Wie Haim diese
Situationen erlebt, hat durchwegs Komisches und Detailgetreues.
Ein Buch voller Ansichten, Erfahrungen und Anschauungen
eines Mannes, dem das Leben ein Schnippchen geschlagen
hat. Einfallsreich und lebhaft geschrieben präsentiert
sich Freitags jüngstes Werk, das bald im Handel erhältlich
sein wird.
Thomas Kovacsics |