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.: Die Mosaike von Ravenna- Rezensionen
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Broschiert: 168 Seiten
Verlag: Kitab; Auflage: 1 (1. Januar 2005)
ISBN-10: 3902005327
ISBN-13: 978-3902005328
Größe: 20,4 x 13 x 1,6 cm
Bestellung: Amazon
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| Bücherschau |
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Günther
Freitag, der sich vergangenes Jahr nach ängerer
literarischer Abwesenheit mit dem Roman „Flusswiner“
zurückgemeldet hat, legt nun einen Band mit Essays
aus den letzten 20 Jahren vor. Die meisten von ihnen
sind zuvor in anderen Publikationen, in den „manuskripten“
vor allem, aber auch in der Anthologie „Film ab“
der edition kürbis erschienen. Ganz neu ist nur
der Text „Onkel Joas Motorrad“. Aus
der Sammlung gelungener Texte ragt „Kafka im Lunapark.
Cavazzoni-Variationen“ heraus. Ausgehend von Ermanno
Cavazzonis „vite brevi di idioti“ („Kurze
Lebensläufe der Idioten“, Wagenbach 1994).
Hier ist ein längeres Textbeispiel notwendig, denn
die Gedankengirlanden, welche Freitag durch die Kopfräume
des Lesers spannt, sind, was sie sind und es ist unmöglich,
in einer Umund Beschreibung ihre Qualität auch
nur annähernd zu benennen: „Ein Malermeister
trank Mitte Februar eine Büchse Lackverdünner
und starb einen Tag später im Krankenhaus. Er hatte
sich eingebildet, dass seine Frau, während er anderswo
Wohnungen anstrich, zu Hause regelmäßig andere
Männer empfing. Nachdem er Mitte März einen
Liter Motoröl getrunken hatte, starb ein Mechanikermeister
im Krankenhaus. Er hatte sich eingeredet, dass es seine
Frau, während er Autos reparierte, in seiner Wohnung
mit einem Malermeister trieb. Er wusste nicht, dass
der Malermeister schon im Februar eine Büchse Lackverdünner
getrunken hatte und im selben Krankenhaus gestorben
war.
Ein Apotheker starb Mitte April in einem Krankenhaus,
nachdem er einige Packungen eines starken Herzmedikaments
und ein Röhrchen Schlaftabletten geschluckt hatte.
Er glaubte, seine Frau unterhalte Beziehungen zu einem
Malermeister und zum Besitzer einer Autowerkstatt, die
sich abwechselnd mit ihr durch sein Ehebett wälzten,
während er in der Apotheke stand und seine Kunden
bediente ...“
Der Band „Die Mosaike von Ravenna“ versammelt
11 geistreiche und gleichzeitig unterhaltsame Texte
des 1952 geborenen, in Leoben lebenden Autors.
Bücherschau 03/2005, Mike Markart
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Die
Gedanken eines reisenden Lesers
Als
Leser von Texten anderer europäischer Künstler
erzählt Günther Freitag seine Geschichten. Diese
ungewöhnliche Perspektive erlaubt es ihm, sich mit
Film, Fotografie, Musik, Literatur und Politik analytisch
auseinander zu setzen und gleichzeitig eine sehr persönliche
Ebene anzusprechen. Diesmal darf der Leser den Autor über
Italien nach Korfu begleiten. Zwischendurch verliert sich
der Weg in der Erinnerung an die slowenische Verwandtschaft,
macht einen Abstecher nach Kuba und endet, wo alles endet:
im Tod. Brigitte Wiltschnig
Günther
Freitag. Die Mosaike von Ravenna. Kitab-Verlag, 15 Euro |
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Günther
Freitags Wanderung durch die Literatur
Ob
Freitag in seinen Auszügen aus dem Werk in die Welt
seiner Jugend mit den Kinobesuchen taucht oder mit Onkel
Joas Motorrad in Titos Jugoslawien unterwegs ist
– egal, neben dem feinen Humor bleibt auch die Kritik
bestehen und wird in den abschließenden „Cavazzoni
– Variationen“ zur beißenden Ironie.
Dieses Buch ist eine faszinierende Sammlung von Prosa
und Essays, die durch höchst persönliche Brücken
des Dichters zu einer ungewöhnlichen Einheit verschmelzen,
in der die Fotoarbeiten von Manfred Pauker – wenn
auch in Schwarzweiß gehaltene – Vielfalt darbieten.
Die Poesie seiner Worte lässt die Inhalte aufblühen,
die Sprache ist nicht mehr allein, sondern wird gegenständlich
– sie schafft die Umgebung, die Menschen, das Morbide,
das Unvergessliche und – ein gewisses Lächeln.
Dieser Suche nach dem Beharren einerseits, dem die rasche
Vergänglichkeit und Schnelllebigkeit andererseits
gegenüber gestellt wird, ist ein Erlebnis beim Lesen
sicher.
Kurt
Kraus in www.leoben.at |
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Die
Mosaike von Ravenna
Vom Leobener Autor Günther Freitag,
der erst letztes Jahr den Roman "Flusswinter"
veröffentlicht hat, ist jetzt ein neues Buch erschienen.
"Die Mosaike von Ravenna" versammelt
Prosaskizzen, Erzählungen und Essays, in deren Zentrum
das Lesen und das Reisen stehen.
Texte aus 20 Jahren
Der größte Teil der Texte wurde schon einmal
veröffentlicht: in den "manuskripten",
aber auch in der "edition kürbis" oder
der Schweizer Zeitschrift "du". Ganz neu ist
nur "Onkel Jozas Motorrad", ein Text, der geprägt
ist durch die Erinnerungen des Autors an seine slowenische
Verwandtschaft und seine Lektüre slowenischer Literatur.
"Mein persönlichstes Buch"
"Das ist mit Bestimmtheit mein persönlichstes
Buch, weil es auf meine eigenen Erfahrungen zurückgeht.
Ausgangspunkt für die Texte waren meine Reisen, meine
Lektüre oder die Bekanntschaft mit anderen Autoren",
sagt der Autor.
Altes Thema, neue Sprache
Der älteste Text des Bandes, "Diese kalte Nacht",
ist eine Neufassung von "13 Variationen über
Hölderlin", der 1984 in Günther
Freitags erstem Erzählband "Kopfmusik"
erschienen ist.
Was veranlasst einen Autor, einen 20 Jahre alten Text
völlig zu überarbeiten? "Das Thema interessiert
mich noch immer, aber meine Sprache hat sich verändert,
die alte Sprache kommt mir heute manieristisch vor",
sagt Freitag.
Sammeln und Schreiben
Günther Freitag ist ein Notizen-Sammler.
Um sich hinzusetzen und aus dem Berg von Notizen einen
Text zu machen, braucht er fast immer einen Anlass von
außen, etwa eine neue politische Situation oder
eine Reise.
Barbara Belic |
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